Fokus Estland
Male+ Voices From Estonia
Über viele Jahre entwickelte sich in Estland eine lange Liste männlicher Filmemacher und ich konnte aus einer reichen Ernte die saftigsten Früchte auswählen: Filme erfahrener Regisseure, tief verwurzelt und zugleich voller Entdeckungsfreude. Ihre Zeit des kindlichen Aufbruchs haben sie hinter sich gelassen; heute gehen sie auch ernste Themen mit spielerischer Leichtigkeit an. Auch ein junger, aufstrebender Animator ist vertreten. Zudem rücke ich eine Filmemacherin ins Rampenlicht, denn die Künstlerinnen bringen eine ebenso reiche Ernte hervor und weben neue Geschichten in das filmische Gesamtwerk Estlands ein. So wird in diesem Programm «Male» zu «Male+».
Auch wenn man einige der vertretenen Filmemacher*innen kritisch sehen kann, verdienen ihre Werke ihren Platz – ihre Filmkunst fordert uns auf, Grenzen zu erweitern.
Termine & Tickets
Mi. 3.9. • 20:45
Kino OrientDo. 4.9. • 16:15
Kino Trafo 3So. 7.9. • 14:15
Kino OrientPresenting Partner
Unterstützt von
Kuratiert von
Helen Unt
Filme
Dog Apartment
Unglückliche Umstände haben Balletttänzer Sergej in eine Vorstadtkolchose gebracht. Hier kämpft er Tag für Tag mit den immer gleichen Abläufen, mit Haustieren und dem Alkohol. Regie Priit Tender Dauer 14' Land Estland Jahr 2022
Buried in Europe
Dieser anthropologische Anidoc beschäftigt sich mit einem sehr lebendigen und unmittelbaren Teil des Kulturerbes unserer Welt: der Architektur von Friedhöfen. Regie Hardi Volmer, Urmas Jõemees Dauer 15' Land Estland Jahr 2021
Sounds Good
Ein Ton-Assistent versucht, den Klang von Pilzen aufzunehmen. Regie Sander Joon Dauer 10' Sprache English Land Estland Jahr 2018
Body Memory
Unser Körper erinnert sich an mehr, als wir uns vorstellen können. Er erinnert sich auch an das Leid und den Schmerz der Vorfahren und bewahrt die Geschichten unserer Eltern, Grosseltern und Ahnen auf. Aber wie weit zurück kann man in diesem Körpergedächtnis reisen? Regie Ülo Pikkov Dauer 10' Land Estland Jahr 2011
To Pet a Hedgehog
Eine Frau trifft einen Igel. Der Igel ist derjenige, auf den sie gewartet hat. So beginnt ein herbstliches Delirium in der Einsamkeit eines sowjetischen Kleinstadtviertels, in dem Realität und Träume verschmelzen und die Menschen ihre animalische Seite entdecken. Der Mann bemerkt die Veränderungen der Frau erst, als es zu spät ist. Regie Ave Taavet Dauer 12' Land Estland Jahr 2021