Fokus Ägypten

Key Frames: Animation in the Archive

Im Jahr 2012 erhielt die Institution «Cimatheque – Alternative Film Centre» die Privatsammlung des ägyptischen Animationspioniers Ihab Shaker. Über zehn Jahre lang widmete sich das Archivteam sorgfältig Kategorisierungs-, Reinigungs-, Reparatur-, Scan-, Indexierungs- und Erhaltungsarbeiten an diesem monumentalen Erbe. Heute ist das Ergebnis eines Jahrzehnts Archivarbeit endlich bereit, mit der Öffentlichkeit geteilt zu werden.

Dieses Programm präsentiert drei von Shakers wegweisendsten und selten gezeigten Werken– darunter die Weltpremiere einer restaurierten Fassung – und gewährt zugleich Einblick in die praktischen Realitäten der Erhaltung von Animationsfilmen. Es beleuchtet die verborgenen Geschichten, die sich in der Arbeit entfalten, und die vergessenen Techniken, die im Laufe des Prozesses wieder ans Licht gebracht werden. Die Teilnehmer*innen werden Schritt für Schritt durch unseren Archivworkflow geführt: von der Aufbereitung empfindlicher, ungeordneter Materialien über die detaillierten Recherchen, die erforderlich sind, um jedes historische Stück angemessen in seinen Kontext einzuordnen, bis hin zur Frage, was es bedeutet, einen arabischen und afrikanischen Film in der Region selbst zu restaurieren.

Über die technischen Schritte hinaus werden wir diskutieren, wie sich eine Community rund um die Erhaltung von Animationsfilmen aufbauen lässt, und aufzeigen, warum der Besuch eines Archivs eine unverzichtbare Ressource für alle ambitionierten Studierenden, Künstler*innen und Filmemacher*innen ist.

Dieses Programm präsentiert drei von Shakers wegweisendsten und selten gezeigten Werken– darunter die Weltpremiere einer restaurierten Fassung – und gewährt zugleich Einblick in die praktischen Realitäten der Erhaltung von Animationsfilmen. Es beleuchtet die verborgenen Geschichten, die sich in der Arbeit entfalten, und die vergessenen Techniken, die im Laufe des Prozesses wieder ans Licht gebracht werden. Die Teilnehmer*innen werden Schritt für Schritt durch unseren Archivworkflow geführt: von der Aufbereitung empfindlicher, ungeordneter Materialien über die detaillierten Recherchen, die erforderlich sind, um jedes historische Stück angemessen in seinen Kontext einzuordnen, bis hin zur Frage, was es bedeutet, einen arabischen und afrikanischen Film in der Region selbst zu restaurieren.

Über die technischen Schritte hinaus werden wir diskutieren, wie sich eine Community rund um die Erhaltung von Animationsfilmen aufbauen lässt, und aufzeigen, warum der Besuch eines Archivs eine unverzichtbare Ressource für alle ambitionierten Studierenden, Künstler*innen und Filmemacher*innen ist.


Termine & Tickets

Do. 3.9. • 12:15
 

12+ 60'

Kuratiert und moderiert von

Seham Shaheen


Unterstützt von


Filme

 Un, deux, trois..., Ihab Shaker, EG 1974
Un, deux, trois...
In drei kurzen Geschichten entdeckt ein Mann eine Dusche, einen Vogel und eine Maschine. Was könnte da schon schiefgehen?
Regie Ihab Shaker Dauer 5' Land Ägypten Jahr 1974

 Chansons d’animaux, Ihab Shaker, EG 1987
Chansons d’animaux
«Songs of Animals» ist eine Serie kurzer animierter Episoden, die verspielte und humorvolle Geschichten rund um verschiedene Tiere erzählen: «The Crocodile» und «The Crow». Mit einfachen, zugleich raffinierten Linien und visuell eindrucksvollen Bildern zeigt die Serie die brillante Erzählkunst von Ihab Shaker. Indem sie traditionelle ägyptische Kulturmotive auf Französisch zum Leben erweckt, schafft sie eine kulturübergreifende hybride Form, die ihrer Zeit weit voraus war.
Regie Ihab Shaker Dauer 5' Land Ägypten Jahr 1987

Love Dance, Ihab Shaker, EG 1996
Love Dance
In diesem preisgekrönten animierten Kurzfilm fängt der Filmemacher Ihab Shaker die unausgesprochene Sprache der Anziehung durch die rhythmischen Bewegungen eines Pferdes und einer Stute ein. «Love Dance» erkundet den feinen Raum zwischen Instinkt und Emotion und nutzt fliessende Bilder sowie eine eindringliche Originalmusik von Georges Kazazian, um die Komplexität einer entstehenden Verbindung zu spiegeln. Verspielt und tiefgründig zugleich schafft der Film seinen eigenen inneren Rhythmus und erforscht die Tiefe dessen, was gefühlt wird, aber unausgesprochen bleibt.
Regie Ihab Shaker Dauer 5' Land Ägypten Jahr 1996