Calling Planet Earth

105’600 Frames of Splitting

Plastik treibt im Meer, ganze Landstriche wurden und werden durch Gift und Trockenheit unbewohnbar. Wir leben auf Kosten zukünftiger Generationen, die zwischen klimabedingten Unwettern und vergifteten Wäldern Freundschaften und erste Liebe erfahren. Die sieben Kurzfilme dieses Programms drehen sich um das Leben nach der Klimakatastrophe. In «Freeze Frame» wird Eis abgebaut, ein rares Gut in Zeiten der Klimaerwärmung; in «Pile» wird die Kette der Ausbeutung der Ressourcen nachgezeichnet und in «Once There Was a Sea» wird deutlich, wie schwierig es ist, offen über die Zerstörung der Lebensgrundlage zu sprechen.

Termine & Tickets

Mi. 2.9. • 22:45
Kino Trafo 3

Do. 3.9. • 16:15
Kino Trafo 2

Sa. 5.9. • 10:00
Kino Trafo 3

16+ 70'

Unterstützt von


Kuratiert von

Maja Gehrig


Filme

Orgiastic Hyper-Plastic, Paul Bush, GB 2020
Orgiastic Hyper-Plastic
Ein animiertes Spektakel aus Plastik, das an Stränden, am Strassenrand, auf Dachböden und in Trödelläden gesammelt wurde. Eine Elegie auf eine gescheiterte Liebesbeziehung, ein liebevoller Abschied von jenem schönsten aller Materialien, das unseren Planeten versklavt hat: Plastik.
Regie Paul Bush Dauer 7' Land Dänemark, Vereinigtes Königreich Jahr 2020
Animation Paul Bush, Christophe Peladan, Philip Piaget, Shinobu Soejima Screenplay Paul Bush Musik Andy Cowton Produktion Paul Bush Distributor Autour de Minuit

Freeze Frame, Soetkin Verstegen, BE 2019
Freeze Frame
Ganz in Schwarz-Weiss gedreht, feiert «Freezeframe» das Auftauen von Bildern, die in Film – und Eis – eingefroren sind. Das Knistern des Eises verbindet sich mit den mechanischen Geräuschen der Filmtechnik. Schon bald verweben sich die Stränge von Illusion und Wahrnehmung.
Regie Soetkin Verstegen Dauer 5' Land Belgien Jahr 2019
Animation Soetkin Verstegen Screenplay Soetkin Verstegen Distributor Soetkin Verstegen

Pile, Toby Auberg, UK 2019_01
Pile
Ein computeranimierter Kurzfilm, der versucht, menschliche Konstrukte zu ordnen. Ein vertikaler Lebensraum, der die materielle Entwicklung vom nackten Überleben bis zur entfesselten Dystopie des Spätkapitalismus modelliert.
Regie Toby Auberg Dauer 3' Land Vereinigtes Königreich Jahr 2019
Animation Toby Auberg Musik Ben Goodall Sound Design Ben Goodall Distributor Laure Goasguen

 El after del mundo, Florentina Gonzalez, AR/FR 2022_01
The World's After
Fluor und Carlix, zwei Geister in Sportkleidung, wandern durch die Überresteeiner untergegangenen Zivilisation. Sie sind auf der Suche nach einer WLAN-Verbindung und dem Kopf eines riesigen Wals. Eine Geschichte von Begegnung und Freundschaft, begleitet vom Rhythmus der ultimativen Playlist: dem Ende der Welt. Regie Florentina Gonzalez Dauer 12' Sprache Spanish Land Argentinien, Frankreich Jahr 2022
Animation Florentina Gonzalez Screenplay Luz Márquez Musik Juana Molina Schnitt Stéphanie Jans Produktion Nicolas Schmerkin Distributor Mikhal Bak

Peripheria, David Coquard-Dassault, FR 2015
Peripheria
Der Wind weht durch verlassene Trabantenstädte. Im grellen Licht des südlichen Winters tollt ein Rudel schwarzer Hunde über die Felder. Lautes Gebell hallt durch die leeren Weiten – ein Echo der Stimmen, die einst zu hören waren, als die Gegend noch bewohnt war.
Regie David Coquard-Dassault Dauer 12' Land Frankreich Jahr 2015
Animation David Coquard-Dassault Screenplay David Coquard-Dassault Musik Christophe Heral Schnitt David Coquard-Dassault Produktion Nicolas Schmerkin Distributor Nicolas Schmerkin

Nettle Head, Paul E. Cabon, FR 2019_01
La tête dans les orties
Kindheitsfreundschaften können ziemlich kompliziert sein, und manchmal entwickeln sich die Dinge anders, als es zunächst schien. Bastien und seine beiden Freunde betreten das dichte, verbotene Waldgebiet. In dessen verlassenen Ruinen, verborgen hinter einem giftigen Dunst, kündigt sich etwas Unerwartetes an. Regie Paul E. Cabon Dauer 14' Sprache French, English Land Frankreich Jahr 2019
Animation Paul E. Cabon Screenplay Paul E. Cabon Musik Kai Nicholas Campos Sound Design Bertrand Boudaud Produktion Mathieu Courtois Distributor Valérie Malavieille

Once there Was a Sea..., Joanna Kozuch, SK/PL 2021
Once There Was a Sea...
Svetlana blickt mit ihrem einzigen Auge in die Salzwüste. Sergei fährt Touristen über den kahlen, glitzernden Meeresboden. Nur wenige Menschen in Moʻynoq erinnern sich noch an das ursprüngliche Ufer des austrocknenden Aralsees. Ihr Alltag ist verflochten mit Erinnerungen an die glorreiche Vergangenheit und mit Träumen von der Rückkehr des grossen Wassers.
Regie Joanna Kozuch Dauer 17' Sprache Russian Land Slowakei, Polen Jahr 2021
Produktion BFilm Distributor Luce Grosjean / MIYU Distribution