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Diese Köpfe wollen animiert werden

Hervé de Crécy
Hervé de Crécy

Hervé de Crécy lebt und arbeitet als Regisseur und Grafikdesigner in Paris und ist international auch in der Kunstszene sehr erfolgreich tätig.

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Hervé de Crécy wurde 1973 in Dijon geboren und ist heute als Regisseur und Grafikdesigner in Paris tätig. Seit vielen Jahren arbeitet er gemeinsam mit François Alaux und Ludovic Houplain unter dem Namen H5. Neben Grafikdesign und Kunstwerken schufen sie, einzeln und gemeinsam, zahlreiche Werbespots (Luxuswerbung für Dior, Cartier, Hugo Boss, Hermès, Lancôme) sowie Videoclips (Massive Attack, Goldfrapp, Röyksopp - Bestes Video an den MTV Europe Music Awards 2002). Ihr erster Kurzfilm, Logorama, wurde in Cannes und am Stockholm International Film Festival 2009 sowie auch am Sundance Festival 2010 gezeigt. Er wurde von der Kritik gelobt und gewann 2010 einen Oscar.
Gleichzeitig waren H5 an zahlreichen Ausstellungen und Festivals präsent, in Paris (Centre Pompidou, Paris Sleepless Night 2007, Bibliothèque Nationale, Galerie Anatome), London (Institute of Contemporary Arts, National Museum of Photography, British Film Institute), Tokyo (Sendai-Mediathek), Rotterdam (NAI), New York (MoMA) und Los Angeles (Egyptian Theater). Hervé de Crécy und François Alaux arbeiten zurzeit an einem neuen Projekt.

Tatsutoshi Gon Nomura
Tatsutoshi Gon Nomura

Tatsutoshi Gon Nomura ist in Japan ein gefragter und immer wieder preisgekrönter Regisseur von Animations- und Werbefilmen sowie für Fernseh- und Internetserien.

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Tatsutoshi Gon Nomura, geboren 1964 in der japanischen Präfektur Mie, studierte Grafikdesign an der Tama Art University. Sein Abschlussfilm «TV-UO» gewann den Grossen Preis an der Tezuka Osamu Theater Opening Commemoration Video Animation Competition. 1987 stiess er zu Robot Communications in Tokyo.
Gon begann seine Karriere mit Werbefilmen, die zahlreiche Preise gewannen. Zehn Jahre später begann er mit der Entwicklung von verschiedenen Animationsprojekten. 1994 konzipierte und inszenierte er «Stray Sheep», einen 30sekündigen animierten Spot für Fuji Television. Die Geschichte um Poe, einem Schaf in einer Traumwelt, war sehr beliebt und wurde zu einer 10-Minuten Serie ausgeweitet. Der einzigartige Stil gefiel dem Publikum und es folgten eine zweite Serie sowie Merchandising-Artikel, Bücher und Spiele.
1996 schuf Gon «Jam the HOUSNAIL», eine äusserst beliebte 5-Minuten Serie für das NHK (Japanische Rundfunkgesellschaft) über zwei Schneckenbrüder mit ihren Häusern auf dem Rücken. Die Serie lief während zehn Jahren und erhielt den Grossen Preis an der Los Angeles Animation Celebration sowie weitere Auszeichnungen. 2006 wurde sie ausserdem am SICAF in Seoul gezeigt.
Heute ist Tatsutoshi Gon Nomura ein gefragter Regisseur am Robot Animationsstudio CAGE, der seine Originalarbeiten oft auch auf verschiedene andere Medien wie Fernsehserien, Werbespots und Internetfilme sowie Bilderbücher und Illustrationen ausweitet.
Zu Gons Markenzeichen ist die Verwendung unterschiedlichster Techniken geworden wie sie zum Beispiel die Cut-Out-Animation «The Night Game» zeigt. 2001 entwickelte er die Cartoon-Animationsfigur «Nanami-chan» für das NHK. Kürzlich schuf er das kurze Net-Anime «Moon Boon» und schaffte 3D-Computer generierte Arbeiten für «The Adventure of Chappy and Emi» für das 360-Grad-Kino im Japan Horse Racing Museum. In den meisten seiner Produktionen kümmert sich Gon selber um Character Design und Drehbuch.

Ursula Palla
Ursula Palla

Als Medienkünstlerin arbeitet Ursula Palla vorwiegend mit Video. Daneben experimentiert sie gerne mit Fotografie und Malerei und ist Mitglied der Performancegruppe cpx.

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Ursula Palla ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der Video- und Animationskunstszene in der Schweiz und im Ausland. Die 1961 in Chur geborene Bündnerin absolvierte ihre Ausbildung an der F+F Kunstschule Schule für Kunst + Mediendesign in Zürich, wo sie später auch als Dozentin arbeitete. Schon in ihren ersten öffentlichen Auftritten anfangs der 90er Jahre experimentierte sie mit dem Medium Video, das sie besonders in Verbindung mit der jeweiligen Ausstellungssituation in einem bestimmten Raum interessiert.
Mit ihren Videoinstallationen veranlasst Ursula Palla den Zuschauer oft zum Hinterfragen der Wirklichkeit, indem sie ihn zu einem Teil ihres Werkes macht. Zum Beispiel lösen Bewegungen bestimmte, unerwartete Reaktionen auf dem Bildschirm aus wie etwa in «Flowers I» (2001), wo ein Blumenstrauss explodiert, nachdem der Besucher einen versteckten Sensor ausgelöst hat. Ein anderes Beispiel ist die Videoinstallation «Wolkenmaschine II» (2003/05), bei der beim Eintreten in den Raum das Ausströmen von Bodennebel aktiviert wird. Die Berglandschaft auf dem Bild verschwindet zusehends hinter den Nebelfetzen, auch der Zuschauer wird nach und nach vom Nebel verhüllt bis er schliesslich den Raum verlässt. Ursula Palla findet ihre Motive oft in Natur und Landschaft oder in der Bewegung und im Körperempfinden, wie zum Beispiel im Tanz.
Neben ihren Installationen dreht die Medienkünstlerin auch ihre eigenen Videofilme, arbeitet mit Fotografie und Malerei und ist Mitglied der Performancegruppe Cooperation Project (cpx). Ihre Arbeiten zeigt sie immer wieder in Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und rund um den Globus und ist mit ihren Installationen und Filmen an vielen nationalen und internationalen Medien- und Videofestivals vertreten. Für ihr Schafften hat die Künstlerin mehrere Stipendien und Preise erhalten. Heute lebt und arbeitet Ursula Palla in Zürich.

Michaela Pavlátová
Michaela Pavlátová

Die 1961 in Prag geborene Michaela Pavlátová ist eine preisgekrönte Regisseurin. Neben Animationen realisiert sie auch Realfilme.

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Michaela Pavlátová wurde 1961 in Prag geboren. Sie studierte Animation an der Akademie für Kunst, Architektur und Design VSUP in Prag. Nach dem Abschluss konzentrierte sie sich hauptsächlich auf Animation. Ihre Filme handeln meistens von zwischenmenschlichen Beziehungen, vor allem zwischen Mann und Frau, und zeigen mit Ironie und schwarzem Humor diverse Formen des Zusammenlebens. Als Animationsfilmregisseurin gewann Michaela Pavlátová zahlreiche Preise an internationalen Filmfestivals, darunter eine Oscar Nomination für «Words, Words, Words» (1991), den Grand Prix in Montreal und Auszeichnungen in Berlin, Tampere, Hiroshima und Stuttgart. Ihr Kurzfilm «Repete» (1995) gewann ebenfalls mehrere Preise, darunter den Grossen Preis des Internationalen Animationsfestivals von Hiroshima und den Goldenen Bären in Berlin. Ihre anderen Animationsfilme sind «Forever and Ever» (1998), «Uncles and Aunts» (1995, ein Projekt von Paul Driessen), «Taily Tales» (2002) und «Laila» (2006).
Zwischen 1997 und 2002 arbeitete Michaela sowohl in Prag, als auch in San Francisco, wo sie beim Animationstudio Wild Brain Inc. als Regisseurin tätig war. 2002 kehrte sie nach Tschechien zurück und drehte dort ihren ersten Realspielfilm «Faithless Games». 2006 realisierte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Illustrator Vratislav Hlavaty, den Animationsfilm «Carnival of Animals», der den Grossen Preis in Espinho gewann. 2008 folgte der zweite Realspielfilm «Night Owls». Trotz ihrem Interesse für Realfilme bleibt sie der Animation treu und dreht weiterhin auch kurzeTrickfilme. Sie fertigt zudem Illustrationen an und unterrichtet Animation an der FAMU in Prag und gelegentlich auch an anderen Schulen. Michaela lebt in Prag und Dolni Lomnice. Am liebsten schwimmt sie an einem sonnigen Tag frühmorgens im See.

Adam Pugh
Adam Pugh

Der studierte Philosoph und Soziologe Adam Pugh hat verschiedene Festivals ins Leben gerufen und arbeitet als selbständiger Kurator- und Autor.

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Adam Pugh, geboren 1977, studierte Philosophie und Soziologie im englischen Bradford, wo er anschliessend für das National Museum of Photography, Film & Television arbeitete. 2001 wurde er Leiter des Bradford Animation Festival, das er neu ausrichtete und in vier Ausgaben zu einem der grössten derartigen Anlässe in Grossbritannien entwickelte.
2005 übernahm Adam die Einrichtung eines neuen Festivals in Norwich unter dem Patronat der Norwich School of Art & Design. Das Norwich International Animation Festival etablierte sich in zwei Ausgaben mit seinem Fokus auf Themenprogramme, Symposien und Performanceanlässe als Alternative zu den bestehenden Animationsfestivals. Ab 2007 nannte sich das Festival AURORA und präsentierte ein ehrgeizigeres Programm mit Auftragsarbeiten, Installationen und einem grösseren Wettbewerb.
AURORA wurde zu einer zentralen Veranstaltung für bewegte Kunstbilder mit Gastprogrammen von Robert Breer, Naoyuki Tsuji, Robert Beavers, Barbara Sternberg, Jim Trainor, Jem Cohen, Luke Fowler und anderen. 2009 fand aufgrund einer Subventionskürzung des Norwich University College of the Arts die letzte Ausgabe von AURORA statt.
Zurzeit verfolgt Adam selbständige Kurator- und Autorenprojekte und ist als Forschungskurator für eine grosse Animationsausstellung für das Barbican Centre in London tätig, während er für Publikationen wie Animate Projects, Artesian und andere schreibt. Zudem arbeitet er mit der Agentur LUX an Plänen für ein neues «Artists' Moving Image»-Festival in Norwich für den Herbst 2011.
Adam verfasste Artikel für das deutsche Magazin Schnitt, Vertigo und andere Publikationen sowie für den AURORA-Katalog, den er samt DVD-Edition herausbrachte. Er schrieb Reden und kuratierte Programme für viele Festivals und Anlässe in aller Welt und war Mitglied der internationalen Jury an den diesjährigen Kurzfilmtagen in Oberhausen. Adam Pugh lebt in Norwich.